Es war ein hartes Stück Arbeit im Gymnasium Tolkewitz. Am Ende mussten wir uns den Dresden Titans zwar mit 69:85 geschlagen geben, doch das nackte Ergebnis erzählt nicht die ganze Geschichte dieses intensiven Duells. Fakt ist: Wir haben drei von vier Vierteln gewonnen – doch ein kompletter Einbruch im zweiten Durchgang kostete uns den Sieg.
Starker Auftakt: Falcons geben den Ton an
Wir starteten hochkonzentriert und aggressiv in die Partie. Besonders im ersten Viertel zeigten wir, was in uns steckt. Angeführt von einem bärenstarken René Kramer, der allein in diesem Abschnitt 9 Punkte erzielte, kontrollierten wir das Geschehen und erspielten uns eine verdiente 27:21-Führung. Die Stimmung war gut, die Defense stand, und offensiv fanden wir unseren Rhythmus.
Der Blackout vor der Halbzeit
Doch dann kam das zweite Viertel – und da war einfach der Wurm drin. Plötzlich lief offensiv nichts mehr zusammen und in der Verteidigung verloren wir den Zugriff. Die Titans nutzten diese Phase gnadenlos aus und starteten einen Lauf, dem wir in diesen zehn Minuten nichts entgegensetzen konnten. Wir verloren diesen Abschnitt deutlich mit 8:32. Statt mit einer Führung ging es mit einem 35:53-Rückstand in die Kabine. Dieser eine Einbruch sollte sich als zu große Hypothek für den Rest des Spiels erweisen.
Moral bewiesen und zurückgekämpft
In der Halbzeitpause haben wir uns gesammelt und uns vorgenommen, das Spiel nicht herzuschenken. Und das gelang: In der zweiten Hälfte waren wir wieder das bessere Team. Im dritten Viertel bissen wir uns zurück ins Spiel, wobei Tillmann Spantig voranging und wichtige Akzente setzte.
Auch im Schlussviertel ließen wir die Köpfe nicht hängen. Mit einem starken 10:2-Lauf zeigten wir noch einmal unsere Zähne und verkürzten den Abstand. Wir gewannen auch diesen letzten Abschnitt, konnten aber den massiven Rückstand aus dem zweiten Viertel nicht mehr komplett aufholen.
Fazit
Es war ein physisches und hartes Spiel, in dem wir über weite Strecken auf Augenhöhe oder sogar besser waren. Wir nehmen die positive Erkenntnis mit, dass wir drei Viertel für uns entscheiden konnten. Jetzt heißt es: Den „Wurm“ aus dem zweiten Viertel analysieren, abschütteln und im nächsten Spiel über die vollen 40 Minuten unsere Leistung abrufen.
Falcons on three!
Für die Falcons gingen aufs Feld: Aron Laslo Eckes (6), Björn Herold (8), Florian Barthelmes (2), Nicolas Wolff, René Kramer (18), Sven Herwig, Tillmann Spantig (23), Tom Schöbel (7) und Torsten Wegmann (5).
Coach: Torsten Wegmann

